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Eintagesfahrt an die Wörnitz in Auhausen
Als ich am 20. Oktober frühmorgens um 6 aus dem Bett krabbelte, war mein erster Gedanke: Soll ich nicht lieber die 3 Jugendlichen, welche sich bei mir angemeldet hatten, anrufen, um die Eintagesfahrt doch noch kurzfristig abzusagen? Nein, ich hielt tapfer durch, machte mich gegen 6.45 Uhr auf den Weg nach Auhausen, die Heizung im Auto auf maximale Leistung aufgedreht, es war bitterkalt. Auf halben Weg konnte ich sogar die ersten verschneiten Wälder in Augenschein nehmen, dachte mir, die eine Angelrolle, welche ich als Preis für den größten Fisch eingepackt hatte, bekommt derjenige als Aufwandsentschädigung, der sich trotz dieser eisigen Witterung auf den Weg machte. Mit mehr als einem Jugendlichen rechnete ich zu diesem Zeitpunkt nicht… Doch ich wurde positiv überrascht, denn gegen kurz nach 8 Uhr konnte ich trotz eisigem Wind und leichtem Schneeregen 10 Jugendliche und ebenso viele Erwachsene nach und nach begrüßen. Alle machten sich voller Elan und Tatendrang daran, einen schuppigen Genossen zu überlisten… Um 11.30 Uhr, pünktlich zum Mittagssnack, stellte sich dann aber heraus, dass es den Fischen wohl auch ein bisschen zu kalt war, sie schienen sich bereits in den wohlverdienten Winterschlaf begeben zu haben, denn es konnte kein einziger massiger Fisch überlistet werden, leider, denn das wäre doch eine kleine Entschädigung für die unmöglichen Witterungsverhältnisse gewesen. Nachdem alle Teilnehmer durch warme Wienerla in der Semmel gestärkt wurden, war auch diese vorletzte Jugendfahrt in diesem Jahr beendet, und alle wurden mit dem Hinweis auf die nächsten Veranstaltungen der Jugendgruppe auf die Heimreise geschickt, an weiterangeln verschwendete heute niemand mehr einen Gedanken, und ich war froh, als ich mich Nachmittag wieder unter die gemütliche Decke kuscheln konnte und meine Füße langsam auftauten…
Es grüßt mit einem kräftigem Petri Heil, Euer Matthias Graf

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