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    Oh du fröhliche, eisige Zeltlagerzeit… Reifsee XXXkalt

    Diese Einleitung trifft scho a bisserl zu, wenn es darum geht, das bei unserem
    diesjährigen Reifseezeltlager Erlebte in einige Zeilen zu fassen, denn es ging
    dieses Jahr etwas später wie normal zum See, vom 19.-21.09.2008. Dennoch
    konnte ich am Freitagabend gegen 19 Uhr den harten Kern der Jugendgruppe, nämlich stolze 16 Kids aus unserem Verein und 8 Jugendliche der
    DKB-Fischerjugend, sowie etwa 15 Erwachsene begrüßen, was mich sehr
    freute.
    Außerdem konnten wir bei dieser Gelegenheit endlich mal unser eigens
    angeschafftes Jugendaufenthaltszelt auf Herz und Nieren testen, es ist einfach
    super, mit den Abmessungen von 10 x 6,65 Meter mehr als ausreichend,
    und in Windeseile aufgebaut.

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    Ja, und gegen 19 Uhr war alles vor Ort, Getränke und Bierzeltgarnituren waren
    aus Großmehring besorgt, wir konnten nach den obligatorischen
    Begrüßungsworten und dem traditionellem Stadtwurst-mit-Brot-Senf-und-
    Gurken-Abendessen die Kids auf den See loslassen…

    Unterdessen nahm ich äußerst dankend die Leihgaben unserer Sportfreunde
    Hopf in Empfang, eine große Zeltheizung und eine „Zeltheizung extrem“
    (so ein Teil wird normalerweise zum Starten eines Heißluftballon genutzt,
    denke ich). Dank dieser beiden Gerätschaften hatten wir zeitweise an die
    30 Grad in unserem Zelt, bei Außentemperaturen die Nachts um die 5 Grad
    lagen ein wahrhaft fürstlicher Luxus…
    Aber den Kids wurde auch beim Lagerfeuer eingeheizt, denn die meisten hielt
    es nicht bis 23 Uhr am Wasser, der Appetit der Fische ließ an diesem Abend
    sehr zu wünschen übrig. Immerhin konnten wir 2 oder 3 Fische abwiegen,
    bevor sich alle in den Schlafsack verkrochen. Nach einer verhältnismäßig
    ruhigen Nacht konnten die Kinder und natürlich auch ihre Betreuer ab 6 Uhr
    wieder der Fischwaid frönen, bis dann ab 8 Uhr das Frühstück serviert wurde.
    Nach einem kurzen Anwesendheitscheck ließen wir alle wieder von dannen
    ziehen, auch ich versuchte mal mein Glück. Aber nachdem ich innerhalb von
    20 Minuten etwa 10 Rotaugen (alle recht stattlich) gefangen hatte, und mir diese
    Art des Angelns zu stressig wurde, packte ich meine 37 Sachen zusammen
    und kümmerte mich darum, unserer Küchencrew  Feuer unterm Herd zu machen.
    An dieser Stelle gleich mal mein spezieller Dank an Johannes Henkel, ihm
    verdankten wir den superleckeren Schweinebraten mit Knödeln, welchen er
    vorab zu Hause zubereitete.

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     Nachdem alle gestärkt waren, durfte selbstredend wieder gefischt werden,
    und an baden gehen dachte bei diesen Temperaturen sowieso kaum jemand.
    Doch auch bis zum Abendessen kamen nicht sehr viele Fische zur Waage, die
    Kenner der Jugendfahrten wissen, dass es Nachmittags Kaffee und Kuchen gibt,
    was auch dankend angenommen wurde. Vielen Dank an die Kuchenspender!!!
    Ja, und wo wir grad bei meinem Lieblingsthema Essen sind; an diesem
    Samstag Abend gab’s die nächste Premiere, es gab Hamburger zum selbst
    gestalten, mit allen erdenklichen Zutaten wie Käse, Zwiebeln, Gurken, Tomaten,
    Salat, Ketchup, Majo etc., dies kam auch recht gut an, nach 30 Minuten war
    alles Ratzeputz weggefuttert, und ab ging’s ans Wasser.

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    Da dachte ich mir, diese ruhige Minute sollte ich mal nutzen, um die
    Toilettenhäuschen am See zu inspizieren. Und irgendwie kam jemand zur
    gleichen Zeit auf die Idee, die Haltekraft der Pickup-Spanngurte zu testen,
    indem sie um das Klohäuschen, in dem ich gerade „Inspektion“ abhielt, eben
    diesen herumzulegen. Tja, da saß ich nun, muss sagen, es war sehr interessant,
    was es denn so kleintiermäßig alles in die Klohäuschen zieht, und nach
    30 Minuten, mittlerweile war ich schon per Du mit den kleinen Krabblern,
    kamen meine „vermeintlichen“ Retter, etwa 8 Jugendliche (die mussten wohl
    meine SOS-Morsezeichen richtig gedeutet haben). Aber nein, sie ließen mich
    nicht einfach raus, es begann ein harter Verhandlungsmarathon, ich ließ mich
    zunächst auf keine Erpressung ein, doch als ich von draußen eine Stimme sagen
    hörte: „kippen wir doch oben Wasser rein“, oder „werft Steine rein“ wurde mir
    ein bisschen bange, ich kuschelte mich voller Unbehagen an meine
    neugewonnenen Freunde der Fauna… Doch dann kam einer meiner Lieben
    zur Vernunft, und so durfte ich nach weiteren 15 Minuten den wortwörtlichen
    „Duft“ der Freiheit genießen, Juhu!!! Von diesen Strapazen konnte ich mich
    aber nicht allzu lange erholen, denn da die Kids bei den Verhandlungen um
    meine Freilassung auf einen harten Verhandlungsgegner stießen, ging es jetzt
    mit mehreren Spanngurten an die „Nachverhandlungen“. An diesem Abend hatte
    ich auf jeden Fall keine Zeltheizung mehr nötig, auch Peter wurde kräftig
    eingeheizt bei dieser Treibjagd, es schien, als wäre es den Jungs zu kalt zum
    Angeln gewesen…
    Auch dieser Abend ging zu Ende, die Fänge ließen etwas zu wünschen übrig,
    und die kalte Nacht brach herein. Als ich morgens um 6 beim Kaffeekochen
    stand, traute ich meinen Augen kaum, da gingen bei dieser Sch…Kälte
    doch tatsächlich welche los, brrrrrrrrrrr.
    Von 8-9 Uhr konnte dann wieder fürstlich gefrühstückt werden, für jeden war
    etwas dabei, und so konnte dann nach einem kurzen Angeltörn der Zeltabbau
    eingeleitet werden.

    Gegen 13 Uhr, die Kids machten, währenddessen wir die Preise aufbauten,
    ihre Müllsammelrunde und konnten sich vorher mit Schinkennudeln stärken,
    leitete ich die Preisverteilung ein. Ja, und pünktlich dazu konnte unser
    Schutzheiliger das Wasser nimmer halten, begann es etwas zu regnen, das
    einzige Mal übrigens an diesem Wochenende.
    Nach einem kurzen Schauer konnte ich den Jungs und Betreuer/innen zu
    einem gelungenem Zeltlager gratulieren, es war meiner Meinung nach wie
    immer ein großer Spaß, und schließlich konnte ich auch noch 15 Sachpreise
    verteilen.

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    Der Reifseepokal musste in diesem Jahr durch Hölzchenziehen seinen neuen
    Besitzer suchen, denn die beiden größten Fische wogen exakt 2750 Gramm,
    die glücklichen Fänger waren Florian Janousch und Jonas Henkel, der Gewinner
    im Hölzchenziehen war Florian. Platz 2 ging an Timo Fischer, er fing einen Hecht
    mit 2040 Gramm, Platz 3 ging nach DKB, Bernd Hirsch mit einem Hecht von
    1770 Gramm.

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    Insgesamt kamen 17 Fische mit einem eher mageren Gesamtgewicht von
    17.810 Gramm zur Waage, dieses Ergebnis sollten wir im nächsten Jahr
    schlagen können, oder???
    Nach ein paar abschließenden Worten durch unseren 1. Vorstand,
    Manfred Schindlmeier, beendete ich gegen 14 Uhr dieses Zeltlager und
    alle machten sich auf den Heimweg.

    An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die eingegangen Spenden
    bedanken, und vor allen Dingen bei Petra und Georg Meyer, für die
    unermüdliche Arbeit, die sie nun schon seit etlichen Jahren bei unseren
    Zeltlagern leisten. Ich bin dankbar für jeden Handgriff, der uns Jugendleitern
    abgenommen wird, und hoffe auf eine weiterhin lange, lange Zusammenarbeit
    mit euch und natürlich allen anderen fleißigen Helfern!

    Es grüsst euch mit einem kräftigem Petri Heil,

     Euer Matthias Graf   


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